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Buchhaltung: Selber machen oder auslagern?

Sie können Ihre Buchhaltung in Eigenregie machen oder diese an Ihren Steuerberater delegieren. Wenn Sie die Buchhaltung sowie die Erstellung der monatlichen oder quartalsweisen Meldungen (z.B. Umsatzsteuervoranmeldung, Zusammenfassende Meldung, Intrastat) Ihrem Steuerberater übertragen, besteht Ihre Aufgabe lediglich darin, ihm bis Mitte des jeweiligen Folgemonats Ihre gesammelten Belege zu übermitteln. Er erledigt sämtliche Meldepflichten für Sie und auf Wunsch überprüft er auch die korrekte Rechnungslegung.

Wenn Sie Ihre Buchhaltung selber machen, müssen Sie folgendes beachten.

Ihr Belegsystem sollte:

  1. Vollständig,
  2. Chronologisch,
  3. Tagfertig,
  4. Nach Belegkreisen geordnet sein:
    Bilanzierer: Kassa, Bank, Eingangsrechnungen, Ausgangsrechnungen etc.
    Einnahmen-Ausgaben-Rechner: Einnahmen, Ausgaben, Bank etc.
  5. Wenn möglich sollten Sie über ein eigenes Firmenbankkonto verfügen.

Bitte beachten Sie bei der Erstellung der Buchhaltung:

  • Sondervorschriften für Einnahmen-Ausgaben-Rechner bzw. Bilanzierer
  • Registrierkassenpflicht ab 1.1.2016, wenn Ihr Jahresumsatz € 15.000 übersteigt und Sie davon mindestens € 7.500 bar kassieren. Bankomat- und Kreditkartenumsätze sowie das Einlösen von Gutscheinen werden im Sinne dieser Regelung als Barumsätze behandelt. Ihr Steuerberater weiß alles darüber und kann Ihnen auch bei Unklarheiten weiterhelfen. Außerdem hilft er Ihnen gerne, die für Sie günstigste Lösung zu finden und die Förderung des Finanzamtes in Höhe von € 200 für die Registrierkassenanschaffung zu lukrieren. Die Anschaffung einer Registrierkassa muss nicht teuer sein und kann sogar wesentliche Erleichterungen für Ihre tägliche Arbeit und die Erstellung der Buchhaltung – bis hin zum automatischen Import – bringen. Man muss nur wissen, wie! Die Förderung für Registrierkassen ist nur für Anschaffungen bis 31.3.2017 möglich.
  • Betriebsausgaben sind durch schriftliche Belege nachzuweisen. Fingierte Ausgaben werden vom Finanzamt nicht anerkannt und sind sogar strafbar.

Sieben Jahre Aufbewahrungsfrist

Die gesetzliche Aufbewahrungsfrist beträgt sieben Jahre (für Belege iZm Grundstücken sogar 12 bzw. 23 Jahre). Daher sollten Sie Belege auf Thermopapier immer zusätzlich kopieren, weil diese sonst ausbleichen und nach sieben Jahren nicht mehr lesbar sind. Sie müssen aber nicht nur die Belege selbst, sondern alle Unterlagen im Zusammenhang mit Ihrem Unternehmen aufbewahren, da es sich dabei um sog. Grundaufzeichnungen handelt.

Buchhaltung: Selber machen oder auslagern?

Sie können Ihre Buchhaltung in Eigenregie machen oder diese an Ihren Steuerberater delegieren.

zum Tipp

Nicht nur der Gewinn wird versteuert

Selbständige und Unternehmen sind in einem engmaschigen Netz aus Steuern, Abgaben und Gebühren tätig.

zum Tipp

Fast alles ist in der Gewerbeordnung geregelt

Bevor Sie starten, überprüfen Sie, ob Ihre Idee bzw. Ihr Projekt unter das Gewerberecht fällt. Denn ein nicht angemeldetes Gewerbe kann teuer werden.

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